Der Gemeinderat wird der Dezember-Gemeindeversammlung einen Voranschlag 2012 präsentieren, welcher mit gleichbleibender Steueranlage von 1.54 rechnet. Der bei einem Aufwand von Fr. 43‘907‘622.- und einem Ertrag von Fr. 42‘801‘980.- abschliessende Voranschlag weist einen Fehlbetrag von Fr. 1‘105‘642.- aus. Dieses Defizit kann mit dem Eigenkapital gedeckt werden. Gemäss Planung beträgt dieses, unter Berücksichtigung des vorliegenden Voranschlags, Ende 2012 noch 5.6 Mio. Franken, was rund vier Steueranlagezehntel entspricht. Durch das FILAG 2012 wird die Gemeinde Wohlen mit 0.6 Steueranlagezehntel mehr belastet. Der Grosse Rat des Kantons Bern erteilte den Exekutiven einmalig die Kompetenz, die um die FILAG-Mehrbelastung erhöhte Steueranlage und das Budget ohne Einbezug der Stimmberechtigten zu beschliessen. Somit könnte der Gemeinderat die Steueranlage in Eigenregie auf 1.60 festlegen. Der Gemeinderat Wohlen macht von dieser Sonderregelung nicht Gebrauch und legt den Voranschlag 2012 mit gleichbleibender Steueranlage von 1.54 auf dem ordentlichen Weg der Dezember-Gemeindeversammlung vor. Der Gemeinderat ist sehr froh, dass es zur Zeit gelingt, die Steueranlage auf dem bisherigen Niveau zu halten. Für die Zukunft sind aber weitere rigorose Sparanstrengungen nötig, da die Zukunftsprognosen nicht rosig sind. So hat die Gemeinde Wohlen ab dem Jahr 2013 beim Lastenausgleich Sozialhilfe mit einer Mehrbelastung von rund Fr. 900‘000.- zu rechnen.